Suite aus Der Pate | Kammermusikführer - Villa Musica Rheinland-Pfalz

Nino Rota

Suite aus Der Pate

Suite aus dem Film Der Pate

Besetzung:

Werkverzeichnisnummer: 3417

Satzbezeichnungen

Erläuterungen

2004
NINO ROTA
Der Pate (The Godfather)

Als dieses Programm ausgedacht wurde, konnte noch keiner ahnen, dass es „den Paten“ bald nicht mehr geben würde. Marlon Brando, dessen aufgedunsenes Übervater-Gesicht dem Filmepos von Francis Ford Coppola seinen Stempel aufdrückte, ist vor wenigen Tagen gestorben. Achtzig Jahre wurde der Mann alt, der stets durch Exzesse aus Hollywoods Starsystem ausbrach. Die Rolle des Don Corleone im ersten Teil der Godfather-Trilogie gehörte zu den großen seines Lebens.

Unter den Schauspielern gaben in allen drei Episoden Italo-Amerikaner den Ton an: Al Pacino, Robert de Niro u.a. Musikalisch herrschte dagegen reinstes Italien, komponiert von Nino Rota. Der Mailänder gehörte zur Trias jener italienischen Komponisten, die dank Hollywood zu weltweitem Ruhm gelangten: Ennio Morricone, Annuncio Mantovani und eben Nino Rota.

Er schrieb die Musik zu allen Fellini-Filmen von 1952 bis 1979, komponierte für Regisseure wie Coppola, Visconti und Zeffirelli. Im Gegensatz zu dem 17 Jahre jüngeren Morricone hatte er seine Karriere schon vor dem Zweiten Weltkrieg begonnen – in den Fußstapfen seines Lehrers Alfredo Casella -, und er hat das klassische Metier auch nach dem Einstieg ins Filmgeschäft weiter gepflegt. Es mag angesichts seiner eingängigen Filmthemen – man denke nur an die Titelmelodie von Der Pate – nicht verwundern, dass sich auch in Rotas Kammermusik und Sinfonik weit mehr Wohlklang findet als in vielen Werken des 20. Jahrhunderts. Man sagte ihm zu recht nach, der Ravel Italiens zu sein.